»Eine einsame Frau ist gefährlich«

Jill Alexander Essbaum: In ihrem Debütroman »Hausfrau« nehmen Sex und analytische Gespräche den größten Raum ein

  • Von Sabine Neubert
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In amerikanischen Fernsehserien siegt am Ende nicht mehr die Vorstadt-Kleinfamilie. Die Ehen zerbrechen. Bei uns hält sich das noch in Grenzen, noch ... In Romanen sieht es nicht anders aus, ob es sich um die Pole Weltliteratur oder Trivialliteratur handelt. Der Debüt-Roman von Jill Alexander Essbaum tendiert zu letzterem, ja »Hausfrau« ist geradezu ein Musterbeispiel dafür. Eine unglückliche bzw. frustrierte Ehefrau betrügt ihren Mann, und das bleibt nicht ohne Folgen - welche auch immer, dazu etwas später!

Angesichts des Romaninhaltes könnte man auch frei nach Heinrich Heine sagen: Es ist eine alte Geschichte, doch ist sie eben immer wieder neu. Das ist die Tragik menschlicher, bzw. weiblicher Kondition. Tolstoi hat sich daran mit seiner »Anna Karenina« abgearbeitet, Ingmar Bergman an den komplizierten psychischen Strukturen von Ehe-Szenarien. Wer glaubte, die Probleme seien mit Psychotherapie oder Frauenpower bewältigt, irrt.

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