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E.on spaltet sich in zwei Teile auf

Aktivisten kritisieren hohe Dividende

Essen. Der Chef des größten deutschen Energiekonzerns E.on, Johannes Teyssen, hat bei den Aktionären um Zustimmung für die Abspaltung des Kohle- und Gasgeschäftes geworben. Mit einer Trennung von der neu gegründeten Unternehmenstochter Uniper würden die Anteilseigner »zwei Unternehmen für zwei Energiewelten« entstehen lassen, betonte Teyssen am Mittwoch auf der Hauptversammlung. Alle Stimmrechtsberater der Großaktionäre hätten Einverständnis mit dem Plan signalisiert. Während die neue Tochter den Geschäftsbereich mit konventionellen Energieträgern übernimmt, konzentriert sich Uniper auf Erneuerbare, Netze und Kundenlösungen.

Die Anti-Atomkraft-Organisation Ausgestrahlt kritisierte die geplante Dividende. E.on gebe vor, für die Lagerung des selbst produzierten Atommülls kein Geld zu haben, erklärte Ausgestrahlt-Sprecher Armin Simon. Dass der Konzern eine Milliarde Euro an die Aktionäre ausschütten wolle, sei Betrug am Steuerzahler. Die Koalition müsse AKW-Betreiber unbegrenzt für Strahlenmüll und Kraftwerke haftbar machen.

Teyssen verkündete unterdessen, E.on sei an einer »baldigen und endgültigen Klärung des Themas« Atomausstieg interessiert. Er hoffe, dass mit dem von einer Regierungskommission vorgelegten Vorschlag, den Ausstieg über einen staatlichen Fonds zu finanzieren, alle Haftungsfragen entschieden werden könnten. In den Fonds würden E.on, RWE, Vattenfall und EnBW bis 2022 rund 23,3 Milliarden Euro überweisen, im Gegenzug soll der Staat die Haftung für die Zukunft übernehmen. Agenturen/nd

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