Alles zum Teufel in Moskau

Puppenspielstudenten zeigen »Stoi!« nach Bulgakows »Der Meister und Margarita« in der Schaubude

  • Von Lucía Tirado
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die Genossen Bürger wollen Zirkus. Den bekommen sie. Mehr als ihnen lieb ist. Mehrfach wird es laut, man müsse bei solch einem Vorfall die (zuständigen) Organe informieren. »Lang leben die Organe!« erschallt es. Ein Ausländer tauchte in Moskau auf, und schon hat man »Zustände«. Einige Ungläubige wollen merkwürdige Dinge an ihm und in seiner Nähe beobachtet haben.

Russische Seele und »Zustände« zogen mit Studenten des dritten Studienjahres Zeitgenössische Puppenspielkunst der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« auf die Bühne der Schaubude Berlin. Die Produktion - frei nach dem Roman »Der Meister und Margarita« des russischen Schriftstellers Michail Bulgakow - zeigt unbändiges Treiben; eine Unordnung für Menschen und Puppen. Das ist angebracht, denn der sich als ausländischer Professor für Schwarze Magie ausgebende Unruhestifter Voland ist der leibhaftige Teufel.

Höchstpersönlich begab er sich in die russische Metropole, um den ...


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