Mit eigener Stimme sprechen

Frances Spalding erzählt die Geschichte der Virginia Woolf

  • Von Klaus Bellin
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Am 28. März 1941 verließ sie das Haus und lief hinunter zum Fluss. Im Wohnzimmer hatte sie zwei Briefe hinterlassen, beide für Leonard, ihren Mann, ein dritter, gerichtet an die ältere Schwester Vanessa, lag im Gartenhaus. »Ich spüre«, hatte sie geschrieben, »dass ich wahnsinnig werde … Ich höre Stimmen und kann mich nicht auf meine Arbeit konzentrieren.« Am Ufer stopfte sie sich einen Stein in die Manteltasche, tastete zur Flussmitte und ließ sich sinken. Die Strömung riss sie schnell mit. Erst drei Wochen später hat man sie gefunden.

Virginia Woolf, 1882 geboren, war neunundfünfzig Jahre alt, als sie voller Angst, sie könnte die Kontrolle über sich verlieren, aufgab, eine dem Schreiben hingegebene Frau, subtile Romanautorin, brillante Essayistin und Tagebuchschreiberin, in literarischen Kreisen Englands respektvoll gewürdigt, früh gefeiert von der Kritik, aber die Absatzzahlen eher dürftig. Daran hatte sich, wie ihr Mann, der Sc...

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