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Ein Tor für den König

Spät gelingt der Siegtreffer Spaniens gegen Tschechien

König Felipe VI. und Gemahlin mussten lange warten, aber auch sie wurden für ihre Ausdauer belohnt: In einem Geduldsspiel hat der Titelverteidiger Spanien bei seinem EM-Auftakt Tschechien durch ein spätes Tor mit 1:0 besiegt. Nach Möglichkeiten in Hülle in Fülle erzielte Gerard Pique in der 87. Minute den Siegtreffer.

Bis zum erlösenden Tor spielten die Spanier ihren Gegner im Stadion von Toulouse schwindelig, scheiterten aber immer wieder am überragenden Schlussmann Petr Cech. Der hatte zwischendurch auch einmal Glück, als Roman Hubnik bei einem Rettungsversuch den Pfosten des eigenen Tores (46.) traf. Beim Gegentreffer war er machtlos.

Die Spanier zeigten sich auf dem Weg zum EM-Titel-Hattrick auch wenig beeindruckt vom Sexskandal um Torhüter David De Gea - am wenigsten Vicente del Bosque. Der Weltmeister-Trainer mit dem mächtigen Schnauzbart stellte den 25-Jährigen ins Tor, Fußball-Heiligtum Iker Casillas (167 Länderspiele) hatte das Nachsehen. »San Iker« hatte in sechs Quali-Spielen noch das Tor gehütet, teils sogar als Kapitän.

Die Titelverteidiger von 2008 und 2012, mit dem wertvollsten Kader des Turniers (592 Millionen Euro) ausgestattet, traten an, ihr WM-Debakel von Brasilien auszumerzen. Zunächst aber mal passierte: sehr wenig. Nach zehn Minuten vergrub del Bosque sein Gesicht genervt in den Händen. Seine Spanier kontrollierten wie üblich den Ball und zogen ihr Passspiel auf, kamen aber nicht vors tschechische Tor.

Das änderte sich, als Alvaro Morata aufdrehte: In der 16. Minute schoss er aus kurzer Distanz Cech an, zwölf Minuten später setzte er einen Linksschuss knapp neben das Tor. Cech, der auch gegen Jordi Alba und David Silva gewohnt sicher parierte (40./41.), war mit den Fingerspitzen am Ball. Der Druck stieg, Andreas Iniesta war dabei so herausragend, dass er zwischendurch mit Sprechchören gefeiert wurde.

Tschechiens Altstar Tomas Rosicky (35), wegen Verletzungen mit ganzen 19 Saisonminuten beim FC Arsenal angereist, war im Duell mit Sergio Busquets nicht mehr als ein Phantom. De Gea, seit Tagen Skandal-Thema Nummer eins in Spanien, hatte es somit bis auf ein paar Schrecksekunden ruhig. Derweil hielt Iker Casillas auf der Bank größtmögliche Distanz zu Trainer del Bosque. SID/nd

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