Herzschmerz beim Elfmeterschießen

Laut einer Studie haben Notärzte bei aufregenden Fußballspielen oft mehr zu tun als gewöhnlich

  • Von Martin Koch
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Millionen Bundesbürger sitzen derzeit täglich vor dem Fernseher: Es ist Fußball-EM. Für echte Fans bedeutet das Stress pur, der nicht selten auf den Kreislauf schlägt.

Welt- und Europameisterschaften im Fußball gehören zu den populärsten Großereignissen im Sport. Viele Menschen verfolgen die Spiele mit Leidenschaft, die sich teils in überschwänglicher Freude, teils in Traurigkeit oder Verzweiflung äußert. Dabei produziert ihr Körper vermehrt Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol, die den Blutdruck steigen und das Herz schneller schlagen lassen. Außerdem erhöhen sie den Glukose- und Fettsäurespiegel im Blut.

Die Frage, ob intensive Stressreaktionen zu Herzrhythmusstörungen oder gar zu einem Herzinfarkt führen können, wird unter Medizinern seit langem kontrovers diskutiert. Ein Forscherteam der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität hat hierzu eine empirische Studie durchgeführt. Danach stieg während der Fußball-WM 2006 die Zahl der notärztlich versorgten Personen mit Herzbeschwerden fast um das Dreifache. Das ergab die Auswertung der Protokolle von 24 Notarztzentren in Südbayern und deren Ver...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.