Deutsch lernen ist wichtig, aber ...

Flüchtlinge können oft nicht schwimmen / Sie wollen das ändern, doch Geld und Schwimmbäder fehlen

  • Von Sabine Dobel und Matthias 
Hoenig, Berlin
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In Bayern ertrinkt ein Asylsuchender in einem See, Anfang Juni sterben in Hamburg drei Flüchtlinge bei Badeunfällen. Viele Flüchtlinge können nicht schwimmen - und haben beschlossen, das zu ändern.

Viele Flüchtlinge haben in ihrer Heimat nie gelernt zu schwimmen. Gerade jetzt im Sommer birgt das große Gefahren, mehrere Flüchtlinge starben schon bei Badeunfällen. Viele seien erst ab dem Herbst gekommen und erlebten nun ihren ersten Sommer in Deutschland. Peter Astashenko, Geschäftsführer der Wasserwacht Bayern, sagt, oft könnten sie die Gefahr gerade an Badeteichen und Flüssen nicht einschätzen. »Sie sehen, da sind viele Leute im Wasser, das macht Spaß. Plötzlich fällt die Uferböschung ab. Sie rutschen unter Wasser, kriegen Panik, holen einmal tief Luft und ertrinken.« Schon 2015 ertranken 27 Flüchtlinge beim Baden.

Etwa in Bayern kamen in dieser Saison bereits mindestens zwei Flüchtlinge beim Schwimmen ums Leben. Anfang Mai war bei Bad Aibling ein 17-Jähriger Asylsuchender gestorben. Er war auf einem Surfbrett auf einen See gerudert, vom Brett gekippt und ertrunken. »Er ist zehn Meter vom Ufer entfernt ins Wasser gefallen und nich...


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