Snowden wird Ehrendoktortitel verwehrt

Gericht weist Klage auf Promotionsverfahren an der Uni Rostock ab - Berufung ist möglich

  • Von Hagen Jung
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Von der Universität Rostock bekommt Geheimdienst-Enthüller Edward Snowden voraussichtlich keinen Ehrendoktortitel. Das Verwaltungsgericht hat sich gegen die Promotion ausgesprochen.

Mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille ist der Whistleblower geehrt worden, ebenso mit dem »Berliner Preis für Zivilcourage« und dem Bjørnson-Preis der norwegischen Akademie für Literatur und Meinungsfreiheit. Und das sind nur drei von mittlerweile zwölf Auszeichnungen, die dem US-Amerikaner Edward Snowden in Anerkennung seines Mutes und seiner Offenheit zuteil geworden sind. Als ehemaliger Mitarbeiter der USA-Geheimdienste CIA und NSA hatte er Spitzelpraktiken vor allem der USA und Großbritanniens enthüllt. Damit brachte Snowden die NSA-Affäre ins Rollen, motiviert von der Erkenntnis, dass die Spionagepraktiken jener Staaten »mehr Schaden als Nutzen« bringen.

Dieses Engagement hatte auch die Philosophische Fakultät der Universität Rostock würdigen wollen: mit dem Ehrendoktortitel für den jetzt 32-Jährigen, dem Russland zum Schutz vor Verfolgung Asyl gewährt hat. Er lebt dort an einem unbekannten Ort. Die Begründung der Fakultät für ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.