Flüchtlinge Fressen

Neue Aktion des »Zentrums für politische Schönheit«: Flüchtlinge sicher nach Deutschland holen - oder Tigern zum Fraß vorwerfen

  • Von Christian Baron
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Noch lugen die vier »libyschen« Tiger gelangweilt zwischen den Gitterstäben hervor. Das könnte in elf Tagen schon ganz anders sein. Dann nämlich sollen den Tieren inmitten dieser provisorisch vor dem Gorki-Theater errichteten Arena einige Flüchtlinge zum Fraß vorgeworfen werden. Wenn, ja wenn die Bundesregierung durch ein Veto oder durch ihr Schweigen bis dahin den Jungfernflug der »Joachim 1« vom türkischen Izmir nach Berlin-Tegel verhindert, den die Aktivisten vom »Zentrum für politische Schönheit« chartern und der 100 syrische Flüchtlinge auf sicherem Wege ins sichere Deutschland bringen soll.

Klingt nach einer lupenreinen Erpressung. Und genau das ist es auch: Am Donnerstagmittag lud das kritische Künstlerkollektiv zur »Bundeserpressungskonferenz« in das Gorki-Theater. André Leipold, der Geheimrat des »Zentrums«, berief sich bei der Begründung der neuen Aktion mit dem Titel »Flüchtlinge fressen. Not und Spiele« auf jene kluge ...


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