Werbung

Geheimdienst wusste von Rohrbombe

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Ein V-Mann-Führer des Informanten »Piatto« hat am Donnerstag als Zeuge im Münchner NSU-Prozess ausgesagt.

München. Der Brandenburger Verfassungsschutz besaß Informationen darüber, dass ein Neonazi »Rohrbomben testet und zur Explosion bringen wollte«. Das sagte der V-Mann-Führer des Informanten »Piatto« am Donnerstag als Zeuge im Münchner NSU-Prozess. Die Information habe er von »Piatto« erhalten. Dieser hatte auch berichtet, dass die Anführer der sächsischen »Blood & Honour«-Gruppierung in Chemnitz planten, das untergetauchte Trio des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) mit Geld und Waffen auszustatten.

Ob es einen Zusammenhang zwischen der Rohrbombe und dem NSU-Trio gebe oder ob neben der Chemnitzer Gruppe weitere Neonazis versuchten, Waffen für die drei zu organisieren, wisse er nicht, sagte der Zeuge. Ebenso wenig habe er erfahren, welche Behörden in die von »Piatto« gelieferten Informationen eingeweiht wurden. Nebenklageanwalt Thomas Bliwier bezweifelte die Aussage des V-Mann-Führers und äußerte die Vermutung, er sage nicht die Wahrheit.

Hauptangeklagte im NSU-Prozess ist Beate Zschäpe. Die Bundesanwaltschaft wirft ihr Mittäterschaft an den zehn überwiegend rassistisch motivierten Morden des NSU und an zwei Sprengstoffanschlägen vor. In Brandenburg ist wegen der Verstrickung des hiesigen Verfassungsschutzes in den NSU-Skandal ein Untersuchungsausschuss des Landtags beschlossen worden. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!