Wie smart kann eine linke City sein?

Was neue Technologien in den Kommunen bedeuten und wie eine Politik der »Stadt für Alle« darauf reagieren sollte

  • Von Katalin Gennburg 
und Jonathan Diesselhorst
  • Lesedauer: ca. 8.5 Min.

Das »Smart City«-Konzept hat einflussreiche Anhänger, Lobbygruppen fördern die Entwicklung. Doch es gibt auch Kritiker - und Gründe für die Linke, das Thema stärker zu beachten.

Angesichts stockender Klimaschutzverhandlungen auf internationaler Ebene und der steckengebliebenen Energiewende in Deutschland kann es kaum überraschen, dass Städte und Gemeinden vielerorts zu neuen Hoffnungsträgern in Sachen »grüner Entwicklung« avancieren. Im Zentrum der von vielen Seiten angepriesenen Lösungsansätze, die immer häufiger unter der Chiffre »Smart City« firmieren, steht neben der Erhöhung der Leistungsfähigkeit von Verwaltung und der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit von Städten die Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz.

Im Gegensatz zum Wachstum der Industriewirtschaft des 20. Jahrhunderts gelten Informations- und Kommunikationstechnologien nämlich als nachhaltig. Mit ihnen soll einerseits Kohlendioxid eingespart werden, beispielsweise über Kraft-Wärme-Kopplungen, andererseits sollen sie helfen, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Im öffentlichen Fokus stehen die »intelligenten Netze«, also eine netzbas...

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