Bolero trifft auf Thüringer Landmaschine

Bei den diesjährigen Stelzenfestspielen ist »alles außer irdisch«

  • Von Doris Weilandt
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Das Festival im sächsisch-thüringischen Grenzland hat seit langem Kultstatus. In diesem Jahr geht es kosmisch zu.

Schaufelwasserdruckharfe, Melkspinne, Gülleorgel und Giftspritzen des Instrumentenerfinders Erwin Stache gehören zur Grundausstattung der Großen Festivalscheune auf dem Berg über Stelzen in Thüringen, das sich jedes Jahr am letzten Juniwochenende in eine internationale Festivalhochburg für experimentelle klassische Musik und Weltmusik verwandelt. Begonnen wird mit einer »Landmaschinensinfonie«, an deren aktueller Auflage »ST 2016« (24. Juni) Musiker des Gewandhauses Leipzig, der neuseeländische Saxophonist Hayden Chisholm, Stache und die mit seinen Erfindungen vertraute Gruppe »Atonor« sowie ortsansässige Instrumentalisten mitwirken. »Dieses Jahr beschäftigen wir uns mit dem Bolero«, sagt Gewandhausbratschist Henry Schneider, der das Festival vor 24 Jahren begründete. Wegen der großen Nachfrage gibt es inzwischen zwei Aufführungen der humorvollen Musikperformance, die Besucher aus dem ganzen Land anlockt. »Die Landmaschinensinfonie ist...

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