Der dringend an die Sonne muss

Der Gründer von Wikileaks, Julian Assange, sieht seinem fünften Jahr in der ecuadorianischen Botschaft in London entgegen

  • Von Velten Schäfer
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Seit nunmehr vier Jahren sitzt Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London fest. Nun versuchen Unterstützer, mit weltweiten Veranstaltungen politisch genug Druck aufzubauen, um dem Gründer der Whisteblowerplattform Wikileaks endlich eine Ausreise in sein Asylland zu ermöglichen.

Nicht immer, wenn Wikileaks ein Stein im Weg liegt, ist der Geheimdienst schuld. Dass der für die Veranstaltung zu Julian Assanges viertem »Botschaftsjubiläum« angekündigte William Binney am Sonntagabend die Berliner Volksbühne nicht erreichte, hatte einen prosaischen Grund: Der Mann, der 2001 nach 37 Jahren aus der NSA ausgeschieden war, um sich als Aufklärer und Kritiker zu betätigen, hatte versäumt, seinen Pass zu verlängern.

Immerhin konnte er die Veranstaltung mit dem per Video zugeschalteten »Jubilar« im Internet verfolgen - und parallel fanden Diskussionen in acht europäischen Städten statt. Kommende Woche wird es eine Simultanveranstaltung in Nord- und Südamerika geben. Das Ziel der Kampagne nannte Ecuadors Außenminister Guillaume Long Comon, der wie Assange aus London zugeschaltet wurde: »Vier Jahre sind viel zu viel. Lasst uns das jetzt beenden.«

Vor nun vier Jahren fand Assange, Gründer der Whistleblowerplattform, ...


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