Richard Pietraß’ Dichterleben

Hier ist das Werk, dort der Autor. Leben und Schaffen derart zu trennen, ist die Sache des Dichters und Lyrikliebhabers Richard Pietraß nicht. »Tiefer zu loten als kindheitsvergessene Lexika und lebensleugnende Kritikbände« - das war der erklärte und wohl fast immer auch erfüllte Anspruch seiner Veranstaltungsreihe »Dichterleben«, zu der er in den vergangenen achtzehn Jahren 125 Dichter und Dichterinnen ins Literaturforum im Brecht-Haus einlud. Streifzüge durch das lyrische Schaffen, ja, vor allem aber Erkundungen jenes biografischen Mutterbodens, ohne den kein menschliches Werk, und schon gar kein Gedicht, gedeihen kann.

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