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Erst am Sonntag hatten die Briten den nach dem Mord an der EU-Befürworterin Jo Cox unterbrochenen Wahlkampf vor dem Referendum über den Verbleib in der Europäischen Union wieder aufgenommen. Und sofort gab Tory-Politikerin Sayeeda Warsi bekannt, dass sie nun auf der anderen Seite der Barrikade kämpft. Bisher unterstützte sie die Seite, die für das Verlassen der Union eintrat. Doch die Kampagne der EU-Gegner sei inzwischen voller Hass, prangert sie an.

Sayeeda Warsi ist pakistanischer Abstammung. 2007 wurde sie in den Adelsstand erhoben und darf sich Baroness Warsi of Dewsbury nennen. Sie war zu dem Zeitpunkt das jüngste Mitglied des House of Lords. Vom Mai 2010 bis September 2012 hatte sie den Co-Vorsitz der britischen Konservativen inne. Sie war Ministerin ohne Geschäftsbereich im Kabinett von Premier David Cameron und damit erste muslimische Frau auf einem Ministerposten in Großbritannien. 2012 wechselte sie als Staatsministerin in das Außenministerium. Für Schlagzeilen sorgte sie im August 2014, als sie aus Protest gegen die Haltung der britischen Regierung im Gaza-Konflikt aus selbiger austrat. London weigerte sich, die Eigenständigkeit Palästinas anzuerkennen. Durch diese Gaza-Politik fürchtete Warsi eine langfristige Beschädigung des Ansehens Großbritanniens.

Diese Befürchtung trieb die 45-Jährige wohl dazu, der Brexit-Kampagne den Rücken zu kehren. Die Befürworter des EU-Austritts, beklagt sie, hätten die Grenzen des Anstands überschritten. »Wollen wir wirklich Lügen erzählen und Hass und Fremdenfeindlichkeit verbreiten, nur um eine Kampagne zu gewinnen«, fragt sie in einem Interview mit der »Times«. Den letzten Ausschlag hätte ein Plakat gegeben, auf denen Flüchtlinge und der Ausspruch »Breaking Point« (Bruchstelle) zu sehen waren. »Dieses Plakat war für mich persönlich die Bruchstelle.«

Mit dem Ex-Europaparlamentarier Stanley Johnson, Vater des prominentesten Austrittsbefürworters Boris Johnson, sprach sich ein weiterer prominenter Konservativer für den EU-Verbleib aus.

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