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Der »Primus« steht hintenan

Wie man Ermittlungen zu einem Nazi-V-Mann mit Kontakten zum NSU im Nichts verlaufen lässt

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Der NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages befasst sich am Donnerstag erneut mit dem »Primus«-Thema. Unter anderem sind solche und solche Kollegen des Zwickauer Nazi-Führers geladen.

Frage: Was hat der V-Mann »Primus« seinem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) über das NSU-Trio erzählt? Aktuelle Antwort: Bislang sind nicht alle Handys des V-Mannes »Corelli« ausgewertet worden. So absurd läuft die Kommunikation zwischen diversen NSU-Untersuchungsausschüssen und den zuständigen Sicherheitsbehörden. Dabei wird zumeist per Medien über Bande gespielt. Der tote Thomas Richter – alias »Corelli« – bringt allemal eine Schlagzeile, auch wenn er vermutlich wenig mit dem Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zu tun hatte. Deshalb ist nicht unwichtig, warum und wie das Bundesamt »Corelli« an die rechtsextreme und so auch an die Antifa-Szene herangeführt hat. Immerhin war er zwei Jahrzehnte lang einer der wichtigsten Spitzel des BfV. Bis er 2012 enttarnt wurde und 2014 im Alter von nur 38 Jahren an einer unerkannten Diabetes-Erkrankung verstarb. Dass die Todesursache exakt ermittelt wurde, bezweifelt inzwischen sogar der da...


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