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Keine Lust mehr auf Panama

Affäre um Steuerparadiese prägt die Präsidentenwahl in Island

  • Von Bengt Arvidsson, Stockholm
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Am Samstag wählt Island einen neuen Präsidenten. Olafur Ragnar Grimsson tritt wegen Verstrickung in die Panama-Affäre nicht mehr an. Von Gudni Jóhannesson erwarten die Isländer einen Neustart.

Die Isländer sind nach der gewaltigen Finanzkrise von 2008 und den jüngst aufgedeckten Verbindungen vieler Prominenter des Landes zu den Panama-Papieren auf der Suche nach neuer Ehrlichkeit in der Politik. Bei den Präsidentschaftswahlen am Samstag wollen daher laut Umfrage 55,1 Prozent von ihnen den ruhig und gutmütig auftretenden Historiker Gudni Jóhannesson wählen.

Jóhannesson ist Professor für moderne Geschichte an der Universität Island und hatte bislang mit dem verflochtenen Polit-Establishment kaum zu tun. Als unabhängiger Experte war er bei den Enthüllungen über Steuerparadiese im April aber gefragter Kommentator in den Medien.

Der wohlhabende bürgerliche Premier Sigmundur Gunnlaugsson musste im April gehen, weil er laut Panama-Dokumenten Geld in Steuerparadiesen geparkt hatte. Er hatte zudem Island als heimlicher angeblich ausländischer Gläubiger vier Millionen US-Dollar in Rechnung gestellt - als Entschädigung für de...


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