»Doktor Schiwago« und die CIA

Boris Pasternaks berühmtester Roman als Waffe im Kalten Krieg

  • Von Karlheinz Kasper
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Fast zehn Jahre lang hatte Boris Pasternak an seinem Roman »Doktor Schiwago« gearbeitet, Ende 1955 sandte er ihn an die Literaturzeitschriften »Novyj mir« und »Snamja«, obwohl er wenig Hoffnung hatte, dass das Werk in der UdSSR gedruckt würde.

Der Dichter und Arzt Juri Schiwago war in gewisser Weise sein Alter Ego, aber auch ein Ebenbild der sowjetischen Intelligenz in ihrer Gesamtheit. Wie das lyrische Ich der Versdichtung »Meine Schwester - das Leben« schwärmt Schiwago 1917 von der Revolution, der Freiheit und dem Sozialismus als »Meer des Lebens«. Mütterchen Russland habe sich in Bewegung gesetzt, Menschen, Sterne, Bäume, Blumen und Gebäude versammelten sich, redeten und philosophierten. Juris Tod 1929 hebt diese Sicht wieder auf: Er, der sich inzwischen am Geist des Christentums orientiert und die »gnadenlose Ideologie« ablehnt, stirbt mitten in Moskau an Luftmangel.

In der Hoffnung, dass der Roman wenigstens im Westen ve...

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