Viele kleine Zorros

Eine Hessin päppelt Gartenschläfer in Not wieder auf

  • Von Andrea Löbbecke, Wiesbaden
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Mit »Zorro-Maske« und buschiger Schwanzspitze ist er unverkennbar - der Gartenschläfer. In einigen Regionen ist er bereits ausgestorben. Eine Wildtierstation in Wiesbaden kümmert sich um kranke Tiere.

Selbst gehäkelte Kobel, flauschiges Nistmaterial und Artgenossen zum Kuscheln: Der Keller von Nadine Vervoort ist ein kleines Paradies für Gartenschläfer. Die Wiesbadenerin päppelt in ihrer Wildtierstation junge oder verletzte Nagetiere auf und macht sie fit für ein Leben in Freiheit. Alles ehrenamtlich, im vergangenem Jahr waren es rund 160 Patienten.

»Der Gartenschläfer stirbt gerade europäisch gesehen aus«, sagt Biologe Johannes Lang, der die Auswilderung der Wiesbadener Gartenschläfer im Taunus wissenschaftlich begleitet. In den Niederlanden beispielsweise gebe es nur noch rund 20 Tiere. In Deutschland haben Gartenschläfer die größte Verbreitung in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, in Sachsen ist er ausgestorben. »Kein Mensch weiß, was da los ist«, sagt Lang.

Zu den Bilchen zählen in Europa vier Arten - der Siebenschläfer, die Haselmaus, der Baumschläfer und der Gartenschläfer, der an dem Fellmuster am Kopf in Form einer Zorro-M...

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