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Ein Ausweg, der meilenweit führte

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Ob selbst Rassismus irgendetwas Gutes hervorbringen kann, ist eine müßige Frage. Natürlich nicht. Aber ohne den Rassismus, der dem jungen Paul Robeson (1898-1976), Sohn eines geflohenen Sklaven, in den 1920er Jahren in den USA entgegenschlug, wäre er vermutlich nie zum Künstler geworden, der die Welt bewegte. Trotz seiner Höchstleistungen blieb Robeson seiner Hautfarbe wegen eine Karriere sowohl als Jurist wie auch als Football-Profi verwehrt. Sein Weg in die Kunst war ein Ausweg. Aber einer, der meilenweit führte. Mit seiner markanten Bassstimme verschaffte er afroamerikanischen Lieder weithin gehör - und seinem Anliegen der universellen Gleichberechtigung. Als Schauspieler war er nicht nur der erste schwarze »Othello« der Welt, sonder begeisterte auch in zahlreichen anderen Stücken und Filmen.

Robeson, der verschiedene afrikanische und asiatische Sprachen beherrschte, war ein Botschafter der Verständigung. Auch Jiddisch, Deutsch und Russisch lernte er, las Marx und Engels, Lenin und Stalin im Original. Seine Liebe zur Sowjetunion und sein Bekenntnis zum Kommunismus wurde in der McCarthy-Ära mit einem Auftritts- und Reiseverbot beantwortet, gegen das sich international Widerstand regte.

Zu Ehren Paul Robesons gibt der nach ihm benannte Berliner Chor am Sonnabend, dem 25. Juni, ab 17 Uhr ein Konzert in der Friedrichshainer Barholomäuskirche mit Liedern aus Robesons Repertoire. Als zweites Vokalensemble steuert der Erich-Fried-Chor Musik von verschiedenen Kontinenten bei. Begleitet werden die Chöre von den Instrumentalisten der »Vierer Jazz Bande«. mha Foto: AdK, Paul-Robeson-Archiv

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