Großmächte in Angst

Entgegen der großen Kritik beleben die Neulinge diese Europameisterschaft

  • Von Alexander Ludewig, Paris
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Von Beginn an wurde der neue Modus mit 24 Teams kritisiert. Wie sich spätestens vor den EM-Achtelfinals zeigt: Es ist ein Zeichen der Schwäche etablierter Fußballnationen.

»Nur die Slowakei?« So wollte Manuel Neuer die Frage auf der Pressekonferenz am Freitag nicht stehen lassen. »Jede Mannschaft, die jetzt noch dabei ist, hat das auch verdient«, stellte der Torwart der deutschen Nationalelf vor den an diesem Sonnabend beginnenden Achtelfinalspielen der Fußball-EM klar. Einen kleinen Hinweis, wie ernst die Mannschaft den kommenden Gegner nimmt, gab Jens Grittner. Den um eine Viertelstunde verspäteten Beginn der Pressekonferenz begründete der DFb-Teamsprecher mit einer »längeren und intensiveren Trainingseinheit.«

Die Slowakei ist einer von fünf EM-Neulingen - Island, Nordirland, Wales und Albanien sind die anderen. Das führte im Vorfeld der Europameisterschaft und während der gesamten Gruppenphase zu vielen Diskussionen: Der viel kritisierte Turniermodus mit erstmals 24 Endrundenteilnehmern führe angeblich zu einem Qualitätsverlust. Auch der mit bislang 1,92 Toren pro Spiel schwächste Schnitt seit d...


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