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Wie schmecken Flüchtlinge?

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Die Aktion, mit der das »Zentrum für politische Schönheit« seit gut einer Woche in Berlin vor dem Gorki-Theater die Gleichgültigkeit von Politik und Öffentlichkeit gegenüber den vielen, bei der Flucht über das Mittelmeer umgekommenen Menschen aus Syrien, Irak, Afghanistan und anderen Regionen dieser Welt anprangert, ist durchaus drastisch zu nennen. Das »Zentrum« droht damit, dass sich Flüchtlinge freiwillig von Tigern auffressen lassen werden, sollte Europa nicht seine Grenzen öffnen. Politik wie Öffentlichkeit aber reagieren auf diese Provokation mit geschäftiger Gleichgültigkeit: Das Straßen- und Grünflächenamt des Bezirks Mitte widerrief seine Genehmigung für die Nutzung des Straßenlandes und fordert den Abbau der Tiger-Käfige, der Bundestag debattierte gestern über das Thema, Berlins Kulturstaatssekretär Tim Renner erklärte lapidar: »Die Aufgabe von Kunst ist nicht, bequem zu sein.«

Tierschützer protestierten zwar gegen die nicht artgerechte Haltung der Tiere, verzichteten aber auf drastischere Reaktionen. Dabei liegen die doch auf der Hand. Warum sollen Tiger das Geschäft der Politaktivisten erledigen? Im Sinne der künstlerischen Zuspitzung der politischen Verhältnisse wird sich doch wohl ein Tierrechtsaktivist finden lassen, der bereit ist, Flüchtlinge zu verspeisen. jam Foto: akg-images

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