Wales bleibt noch in Europa, Nordiren fahren nach Hause

EM-Achtelfinale in Paris: Ein Fußballspiel im Zeichen des Brexit

  • Von Alexander Ludewig, Paris
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

»Irland vereint«, das »Battle of Britain II« und Englands Dominanz – wie der Brexit auf die EM wirkt und für ein besonderes Achtelfinale sorgt. Und: Die Folgen eines EU-Austritts könnten vor allem die Premier League treffen.

»Noch sind wir in Europa. Über alles andere reden wir, wenn wir zuhause sind«, sagte Chris Coleman. Der Doppeldeutigkeit seiner Worte war sich der Trainer der walisischen Fußballer durchaus bewusst. Nach dem 1:0-Sieg am Samstagabend im Achtelfinale gegen Nordirland steht Wales unter den besten acht Nationalmannschaften Europas. Ein beachtlicher Erfolg, der mit den Anhängern noch eine halbe Stunde nach Spielende im Pariser Prinzenpark gefeiert wurde. Die Endrunde dieser EM 2016 ist die erste, die die Waliser seit der WM 1958 erreicht hatten.

Die Nordiren wären auch gern geblieben. »Remain!« In verschiedensten Versionen sangen die Fans über das »Bleiben«. Natürlich war der Brexit Thema auf den Tribünen. Aber es hat ihnen in Frankreich auch wirklich gut gefallen. Ob Paris, Nizza oder Lyon – die zahlreichen Anhänger eroberten jede Stadt und die Herzen der Einwohner. Sie feierten überall ausgelassen, freundlich und friedlich. Der Song ...


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