Brexit-Angst bot Lobbychancen

Studie analysiert Brüssels Zugeständnisse an Londoner Finanzsektor vor dem Referendum

  • Von Josephine Schulz
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Banker und Regierung haben mit dem Referendum als Druckmittel viele Interessen durchgesetzt. Inwiefern sie nun von der Deregulierung profitieren, ist fraglich.

Als wahrscheinlich größten Gewinner des Brexit-Referendums bezeichnete die lobbykritische Organisation Coporate Europa Observatory (CEO) vor zwei Wochen die Londoner Finanzcity. Nun, da die Stimmen ausgezählt sind, dürften die Banker das etwas anders sehen. Aus dem Finanzsektor kommen in erster Linie sorgenvolle Kommentare über den bevorstehenden Ausstieg der Briten aus der EU.

Was die Nichtregierungsorganisation allerdings meinte, waren die Erfolge der Banker in den letzten drei Jahren, seit David Cameron 2013 das Referendum ankündigte und die EU versuchte, das Königreich mit Zugeständnissen bei Laune zu halten. In einer Studie listet das CEO in diesem Zusammenhang die Lobbyerfolge der City-Vertreter auf, denen das Referendum als Druckmittel sehr zupasskam. So wertet die Analyse die Ernennung von Jonathan Hill zum EU-Kommissar für Finanzen als Zugeständnis von Jean-Claude Juncker an die Briten. Dass das 2014 neu geschaffene Resso...


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