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Grand-Canyon-Feeling auf Rügen

Mecklenburg-Vorpommern feierte Aufnahme der Buchenwälder Jasmund und Serrahn vor fünf Jahren in Welterbeliste

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Buchenwälder gelten als Hort der ursprünglichen Artenvielfalt Europas. Vor fünf Jahren wurden die Buchenwälder Jasmund und Serrahn in das UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen. Nun wurde gefeiert.

Sassnitz. Die Aufnahme der Buchenwälder Jasmund und Serrahn in das UNESCO-Weltnaturerbe vor fünf Jahren hat sich nach Einschätzung von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) als Erfolgsgeschichte erwiesen. Buchenwaldgebiete gehörten zu den weltweit 200 Naturdenkmälern, die das globale Naturerbe der gesamten Menschheit repräsentieren, sagte Backhaus. Die Buchenwälder in Mecklenburg-Vorpommern stünden somit in einer Reihe mit dem Grand Canyon in den USA oder der Serengeti in Tansania.

Am vergangenen Wochenende wurde bei schönem Wetter die Aufnahme der beiden Buchenwälder in das Weltnaturerbe im Nationalpark Jasmund auf Rügen und im Müritz-Nationalpark gefeiert. Es gab Führungen, Vorträge und eine Filmpremiere.

Ohne menschlichen Einfluss würden Buchenwälder von Natur aus weite Teile Europas bedecken, so der Minister. Heute seien in Europa die Buchenurwälder bis auf wenige Restflächen in Schutzgebieten verschwunden. »In Deutschland, das von Natur aus zu zwei Dritteln von Buchenwäldern bedeckt wäre, sind diese Wälder nur noch auf weniger als fünf Prozent unserer Landesfläche zu finden«, sagte Backhaus. Schätzungen zufolge leben in Buchenwäldern bis zu 10 000 verschiedene Tier-, Pflanzen- und Pilzarten.

In Europa soll das Netz von noch bestehenden Buchenwäldern gesichert und damit eine europaweite UNESCO-Welterbestätte »Europäische Buchenwälder« geschaffen werden. Mit den beiden Buchenwäldern in Mecklenburg-Vorpommern wurden am 25. Juni 2011 auch die Buchenwälder Grumsin (Brandenburg), der Nationalpark Hainich (Thüringen) und der Nationalpark Kellerwald- Edersee (Hessen) in das UNESCO-Naturerbe aufgenommen. Zuvor waren bereits die Buchenurwälder der Karpaten Teil des Weltnaturerbes.

Im Februar dieses Jahres hatte nach Angaben des Umweltministeriums Österreich als Koordinator einen Erweiterungsantrag für die Aufnahme weiterer Buchenwälder gestellt. Insgesamt wurden demnach 31 Gebiete aus Albanien, Belgien, Bulgarien, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, Rumänien, Slowenien und der Ukraine vorgeschlagen.

Der Buchenbestand im Nationalpark Jasmund ist gut besucht: Im vergangenen Jahr kamen laut Verwaltung 259 000 Besucher ins Nationalparkzentrum Königsstuhl auf Rügen. Weniger bekannt sind die Serrahner Buchenwälder. Sie umfassen 244 Hektar und gehören zum östlichen »Teilgebiet Serrahn« des Müritz-Nationalparks. Die Buchen werden nach Angaben des Müritz-Nationalparks zu den ältesten in Europa gerechnet, das gesamte Waldgebiet umfasst rund 6000 Hektar. dpa/nd

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