Ein Taschengeld für Arbeitslose

Der Bundesfreiwilligendienst ist im Osten für viele Ältere ohne Job die einzige Chance

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Vor fünf Jahren wurde der Bundesfreiwilligendienst ins Leben gerufen, um den Wegfall der Zivis zu kompensieren. Gerade im Osten engagieren sich viele ältere Arbeitslose - zum Billigtarif.

Seit fünf Jahren gib es ihn nun: den Bundesfreiwilligendienst (BFD). Er sollte einen Teil der Personallücke schließen, die sich im Sommer 2011 durch den Wegfall des Zivildienstes bei Vereinen, Pflegeeinrichtungen und Sozialträgern auftat. Dabei konnte der Freiwilligendienst aber die Lücke nie ganz schließen. Das zeigen die Zahlen: Gab es zuletzt noch rund 90 000 Zivildienstleistende, seien es »aktuell rund 40 000 BFD-Teilnehmende im Dienst«, wie eine Ministeriumssprecherin am Montag gegenüber »nd« betonte. »Mit den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln können mindestens 35 000 Plätze besetzt werden. Tatsächlich sind sogar mehr«, so die Sprecherin weiter. Das liege vor allem daran, dass aus Restmitteln, die etwa »durch vorzeitige Beendigungen wegen der Aufnahme eines Studiums oder durch die Teilzeit von über 27-jährigen BFD-Teilnehmenden entstehen, zusätzliche BFD-Vereinbarungen möglich sind«. Tatsächlich gab es immer wieder Meldunge...

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