Werbung

Papst spricht von Entschuldigung

Kritik an Umgang mit Homosexuellen

Rom. »Ich glaube, die Kirche sollte die Homosexuellen dafür um Entschuldigung bitten, wie sie behandelt worden sind.« Das sagte Papst Franziskus am Sonntagabend auf dem Rückflug von Armenien nach Rom während einer improvisierten Pressekonferenz. Um Entschuldigung gebeten werden sollten auch »die Armen, die missbrauchten Frauen«. Zudem solle die Kirche »um Vergebung bitten dafür, dass wir so oft Waffen gesegnet haben«. Zur Homosexualität sagte Franziskus: »Die Frage ist: Wenn eine Person, die so beschaffen ist, einen guten Willen hat und nach Gott sucht, wer sind wir, darüber zu urteilen?« Der Papst wiederholte damit Worte aus der Anfangszeit seines Pontifikats.

Der deutsche Lesben- und Schwulenverband begrüßte die Äußerungen, »die die Verantwortung für Ausgrenzung und Diskriminierung von Lesben und Schwulen eingesteht«. Worte allein reichten aber nicht. Der Vatikan müsse »aktive Reue an den Tag legen« und die Kampagnen der katholischen Kirche beenden, die sich gegen die Lesben und Schwulen richteten. nd/AFP

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln