Ein Meer von Eislöffeln und Badelatschen

Umweltschützer fordern von Mecklenburg-Vorpommerns SPD/CDU-Regierung, mehr zum Schutz der Ostsee zu tun

Die Ostsee ist im Vergleich zu den Weltmeeren winzig. Sie hat nur einen schmalen Zugang zur Nordsee. Belastungen dieses kleinen Ökosystems wiegen schwer.

Zingst. Die Ostsee braucht nach Überzeugung der Umweltschutzorganisation BUND einen konsequenteren Schutz als bisher. Die ökologische Qualität des Meeres an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns werde durch Ausbaggerungen, Baumaßnahmen, Überfischung oder Überdüngung stark gefährdet, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger am Dienstag in Zingst. Die SPD/CDU-Landesregierung müsse den Mut aufbringen, Nutzungen von Meeresgebieten auszuschließen, um wertvolle Lebensräume und die Artenvielfalt zu erhalten.

Den Appell zur Reduzierung des Mülleintrages richtete Weiger auch an die Landwirtschaft, Anwohner und Touristen - sie alle könnten mehr zum wirksamen Meeresschutz beitragen. Der BUND hatte den Dienstag zum »Ostsee-Tag« erklärt. Dabei wurde deutlich, welche Gefahr von Plastik ausgeht. Am Strand bleiben viele Plastikteile wie Eislöffel, Becher, Plastiktüten, Badelatschen und Getränkekartons liegen. Größere Teile bildeten eine erhebliche Gefahr ...

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