»Flüchtlinge fressen« endet unblutig

Syrische Schauspielerin liest vor dem Berliner Maxim-Gorki-Theater aus einem »Brief der Tiger«

  • Von Christian Baron
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Schluchzend geht die Welt zugrunde. Mit Stocken in der Stimme verlas die syrische Schauspielerin May Skaf am Dienstagabend ein Statement, in dem sie sich zur Stellvertreterin des Leids all jener Flüchtlinge erklärte, denen Europa den Zutritt verweigert. Dabei hatten die vielen vor dem Berliner Maxim-Gorki-Theater versammelten Menschen etwas anderes erwartet: Angekündigt war das Finale der Aktion »Flüchtlinge fressen« des »Zentrums für politische Schönheit« (ZPS), in dem sich Skaf vier Tigern freiwillig zum Fraß vorzuwerfen gedachte.

Einlösen wollte sie ihr Versprechen, falls die Bundesregierung jenes durch das ZPS gecharterte Flugzeug nicht ins Land lassen würde, das 100 syrische Flüchtlinge ohne gültige Visa aus der Türkei nach Berlin bringen sollte. Am Dienstag stornierte »Air Berlin« den Flug, weil das Bundesinnenministerium keine Ausnahmegenehmigung erteilte. Skaf betr...


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