»Gefährlicher als Atomsprengköpfe«

Warum der Heidelberger Friedensaktivist Hermann Theisen seit Jahren im Clinch mit der Justiz liegt

  • Von Karsten Packeiser
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Berlin. Zwei Berufungsprozesse laufen zurzeit, in zwei weiteren Fällen hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben: Wer sich mit Hermann Theisen über dessen anstehende Strafverfahren unterhält, verliert schnell den Überblick. Die Behörden gehen seit Jahren mit Akribie gegen den 52-jährigen Heidelberger vor. Bei der nächsten Verhandlung im Juli droht ihm erstmals eine Haftstrafe ohne Bewährung. Was ihm vorgeworfen wird: Die Verbreitung von Flugblättern, mit denen er seit Jahren gewaltlos gegen Atomwaffen in Deutschland protestiert.

Hermann Theisen entspricht keinem der vielen Klischees, die über die Reste der einst mächtigen deutschen Friedensbewegung kursieren. Er trägt weder Vollbart noch Latzhosen, zu friedenspolitischen Gruppen bleibt er auf Distanz. Für endlose interne Diskussionen fehle ihm die Zeit, sagt der Krankenhaus-Angestellte. Über die Atombomben, sein zentrales Lebensthema, spricht er in der Küche seiner Heidelberger A...


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