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Der schottische Weg in die EU wird kein leichter

Ministerpräsidentin Sturgeon: Fühle mich »ermutigt« / Frankreich und Spanien gegen Verhandlungen mit Schottland

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Sie wolle nicht für die Unabhängigkeit Schottlands werben, sagte Sturgeon beim EU-Gipfel - spricht sich aber entschieden für eine EU-Mitgliedsschaft aus. Frankreich und Spanien wollen allerdings keine Verhandlungen.

Brüssel. Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon fühlt sich nach eigenen Angaben von Gesprächen mit Spitzenvertretern der EU am Rande des Brüsseler Gipfels »ermutigt«. Dass es die Bereitschaft gegeben habe ihr zuzuhören, habe ihr Mut gemacht, sagte Sturgeon am Mittwoch in Brüssel. Allerdings bedeute das natürlich nicht, dass es nach dem Brexit-Votum der Briten für Schottland einen »automatischen leichten Weg« zum Verbleib in der Europäischen Union gebe.

Sturgeon äußerte sich auf einer abschließenden Pressekonferenz, nachdem sie unter anderem Gespräche mit dem EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker und dem Präsidenten des Europaparlaments, Martin Schulz (SPD), geführt hatte. Die Vorsitzende der Schottischen Nationalpartei (SNP) fügte hinzu, sie werde sich weiterhin für Schottlands Interessen einsetzen.

Die Vorsitzende der Grünen-Fraktion im EU-Parlament, Rebecca Harms, erklärte nach einem Treffen mit Sturgeon, sie unterstütze deren Wunsch, die »schottischen Interessen in die Verhandlungen einzubringen«.

Frankreich und Spanien sprachen sich allerdings gegen Sonderverhandlungen mit Schottland aus. Allein mit der britischen Regierung könne verhandelt werden, sagte der spanische Regierungschef Mariano Rajoy. Ähnlich äußerte sich der französische Präsident Hollande.

Die Briten hatten beim Referendum am vergangenen Donnerstag mit knapp 52 Prozent für einen Austritt des Königreichs aus der EU gestimmt. Die Wähler im schottischen Landesteil votierten hingegen mit 62 Prozent deutlich für einen Verbleib in der Europäischen Union. Agenturen/nd

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