Brexit-Boris kneift

Johnson wird nicht Nachfolger David Camerons als Torie-Vorsitzender / Ex-Kanzler Helmut Kohl warnt vor Hast und Härte

  • Von Guido Speckmann
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Alle Welt hatte es erwartet, aber nein: Boris Johnson, das Gesicht des britischen Brexit-Votums, kneift und wird nicht Nachfolger David Camerons. Kurz vor Ablauf der Bewerbungsfrist für die Nachfolge im Vorsitz der konservativen Tories trat der ehemalige Londoner Bürgermeister vor die Kameras und sagte, er sei angesichts der Kräfteverhältnisse in der konservativen Parlamentsfraktion nicht derjenige, der das Land nach dem EU-Referendum jetzt führen sollte. Er fügte hinzu: »Ich bin zu dem Schluss gekommen, diese Person kann nicht ich sein.« Damit wird Johnson auch nicht der nächste Premierminister Großbritanniens sein. Seine Rolle sei es, der nächsten konservativen Regierung »jede mögliche Unterstützung zu geben«. Eine Empfehlung für einen anderen Kandidaten sprach Johnson nicht aus.

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist hatten fünf Kandidaten ihren Hut in den Rin...


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