Rechte Hetze gegen Bürgermeister in Monheim

Geplanter Moscheebau sorgt in der Stadt für wütende Proteste / Bürgermeister will muslimischer Gemeinde zwei Grundstücke kostenlos überlassen

  • Von Frank Christiansen
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Monheim am Rhein. »Wir haben einen Shitstorm erlebt, das kann man nicht anders sagen«, berichtet der Stadtsprecher. Bislang war Bürgermeister Daniel Zimmermann in Monheim am Rhein nahezu jedermanns Liebling. Vor zwei Jahren wurde er mit 94,6 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Doch nun haben einschlägige rechte Postillen und Webseiten seine Emailadresse veröffentlicht. Plötzlich schlägt dem 34-Jährigen Hass entgegen. Es geht um den geplanten Bau zweier Moscheen.

Seit Zimmermann 2009 im Alter von 27 Jahren als jüngster Bürgermeister Nordrhein-Westfalens an die Macht kam, hat er 120 Millionen Euro städtische Schulden abgebaut und in ein noch größeres Vermögen der Stadt verwandelt. Tausende neue Arbeitsplätze entstanden. In der 43.000-Einwohner-Kommune, die noch vor zehn Jahren tief in den roten Zahlen steckte, wird inzwischen kräftig investiert.

Zimmermanns Partei Peto, als Schüler- und Studentenpartei gestartet, brachte es zule...

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