Aufmucken der Akademikerinnen

In Potsdam und Berlin findet gerade die feministische Summer School statt. Sie stellt sich in eine 40-jährige Tradition

  • Von Ralf Hutter
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Eine Berliner Veranstaltungsreihe knüpft an die erste Sommeruniversität für Frauen von 1976 an. Wie schon so oft geht es um Differenzen zwischen Feministinnen.

Dass Frauen (fast) die ganze häusliche Arbeit machen, ist menschheitsgeschichtlich gesehen nicht normal. Nötig dafür war ein sich über drei Jahrhunderte erstreckender Prozess, der mit der Lohnarbeit als dominantem Erwerbsmodell auch den Privathaushalt schuf. In der vorher herrschenden Familienwirtschaft, in der alle, selbst Kinder und Alte, mitarbeiteten, hatte die Frau im Haushalt keine Sonderrolle. Erst der Kapitalismus brachte das bürgerliche Frauenbild hervor, welches die Frau in den Haushalt beorderte.

Die Kenntnis dieses sozialgeschichtlichen Tathergangs hat mittlerweile in akademischen Diskursen eine gewisse Verbreitung erfahren. Vor 40 Jahren war das allerdings noch einer der vielen blinden Flecke in der Wissenschaft. Ein Beleg hierfür ist der 80-seitige Text »Arbeit aus Liebe - Liebe als Arbeit: Zur Entstehung der Hausarbeit im Kapitalismus« von Gisela Bock und Barbara Duden, erschienen 1977. Die beiden späteren Professor...

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