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206 Millionen Euro für den Wohnungsbau

Seit der Wende wurde nicht so viel Geld in Wohnungen investiert. Allein 2016 fließen 206 Millionen Euro. Auch Genossenschaften bauen wieder. Der Senat braucht sie als Partner.

Die Berliner Baugenossenschaften haben für dieses Jahr Neubauinvestitionen von 206 Millionen Euro angekündigt. Das ist nach Angaben des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) der höchste Stand seit Beginn der Erfassung dieser Daten im Jahr 1991. Seit 2012 haben sich die Neubauinvestitionen nach Angaben des Verbandes somit mehr als verfünffacht. »Berlin braucht bezahlbare Mietwohnungen, unsere Mitgliedsunternehmen bauen sie«, sagte BBU-Vorstand Maren Kern.

Nach Jahren des Stillstands ziehen die Neubauaktivitäten an. »Dabei ist es eine sehr gute Nachricht für unsere wachsende Stadt, dass gerade auch die Wohnungsgenossenschaften den Neubau so stark vorantreiben«, sagte Kern. Sie stünden in besonderem Maße für Nachhaltigkeit und Verwurzelung in den Kiezen. So wurden allein im vergangenen Jahr 654 Mietwohnungen von den Wohnungsbaugenossenschaften fertig gestellt. Bis 2020 wollen die gemeinschaftlichen Geschäftsbetriebe sogar 7400 neue Mietwohnungen bauen. Bei einem jährlichen Zuzug in die wachsende Stadt von bis zu 50 000 Neuberlinern ist das zwar nur wenig, aber immerhin wird überhaupt gebaut.

Gemeinsam mit drei Genossenschaftsvorständen präsentierten Baustaatssekretär Engelbert Lütke Daldrup (SPD) und der Neubaubeauftragte Berlins, Frank Bielka, am Dienstag die Pläne für die »Wohnungsneubauoffensive«. In dem Vorhaben sollen die Genossenschaften ein wichtiger Partner sein. Insbesondere durch die Erweiterung ihres Angebots durch Neubau sollen mietpreisdämpfende Effekte erzielt werden, hieß es. Dafür haben die Genossenschaften vom Senat fünf Grundstücke erhalten. Rund 190 000 Genossenschaftswohnungen in Berlin gibt es, das entspricht einem Anteil von zwölf Prozent am Mietwohnungsmarkt.

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