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Kerber steht im Halbfinale

Kielerin besiegt Simona Halep in Wimbledon

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London. Angelique Kerber steht in Wimbledon kurz vor dem Finaleinzug. Die Siegerin der Australian Open setzte sich am Dienstag in London gegen die rumänische Spitzenspielerin Simona Halep 7:5, 7:6 durch und zog zum zweiten Mal in ihrer Karriere in die Runde der besten Vier beim berühmtesten Tennisturnier der Welt ein. Nach 1:30 Stunden verwandelte Kerber nach einem teils hochklassigen Duell auf dem Centre Court ihren ersten Matchball. »Wir haben beide eine gute Partie auf hohem Niveau gespielt. Es ist so toll, im Halbfinale zu stehen«, sagte Kerber. Mit zwei weiteren Erfolgen kann sie zur ersten deutschen Wimbledonsiegerin seit Steffi Graf 1996 werden.

»Es war schwer gegen Simona, sie hat sehr gut gekämpft. Aber ich fühle mich gut und bin fokussiert auf mein Spiel«, sagte die Siegerin. »Ich genieße jeden Tag und jeden Moment.« Kerber stand bereits 2012 im Halbfinale des Rasenturniers. Damals verlor sie gegen die Polin Agnieszka Radwanska. Diesmal wird sie auf Venus Williams aus den USA treffen.

Mit dem Sieg über Halep demonstrierte die 28-jährige Kerber, dass ihr Coup in Melbourne Anfang des Jahres nicht einmalig bleiben muss. Bei den wichtigen Turnieren »soll es endlich krachen«, hatte die Kielerin vor Saisonbeginn ungewohnt forsch formuliert. Dann ließ sie gleich in Australien den Worten Taten folgen. In Paris bei den French Open schied sie zwar gleich in Runden- eins aus. Doch in Wimbledon tritt sie wieder viel selbstbewusster auf. »Ich weiß, wie man solche Turniere gewinnt«, sagt sie.

Bislang hatte Kerber gegen Halep von vier Vergleichen nur einen gewonnen. Dieses Mal spielte sie von Beginn an aggressiv und gewann die ersten sieben Punkte. Gleich fünfmal nahm sie ihrer Rivalin den Aufschlag ab und ließ sich auch nicht davon verunsichern, dass sie ihren eigenen selbst viermal nicht halten konnte. Ein Doppelfehler Haleps sicherte ihr nach 40 Minuten den ersten Satz.

Auch im zweiten Abschnitt lieferten sich beide umkämpfte und immer wieder hochklassige Ballwechsel. Beim Stand von 5:3 hätte Kerber das Match mit eigenem Aufschlag beenden können, zeigte aber Nerven und musste danach sogar den 5:5-Ausgleich hinnehmen. Im Tiebreak zog die Kielerin dann von 0:1 auf 5:1 davon, am Ende bescherte ihr ein Rückhandfehler von Halep den Sieg. Kerber bleibt somit einzige Spielerin im Feld, die noch keinen Satz abgegeben hat.

Erst sechs deutsche Damen haben es in Wimbledon bis in die Vorschlussrunde geschafft. Letzte deutsche Finalistin in Wimbledon war Sabine Lisicki. Die Berlinerin ging vor drei Jahren mit guten Chancen ins Endspiel, unterlag dann aber der Französin Marion Bartoli. Letzte deutsche Titelträgerin an der Church Road war Graf im Jahr 1996. dpa/nd

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