Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Showdown bei den Tories

Olaf Standke über den Machtkampf in London

Boris Johnson hat sich jetzt im Rennen um die Nachfolge von Tory-Chef und Premierminister David Cameron hinter die Bewerberin Andrea Leadsom gestellt. Das muss für die Energie-Staatsministerin nicht unbedingt hilfreich sein. Der ehemalige Londoner Bürgermeister und führende Brexit-Kopf hat nach seiner politischen Fahnenflucht auch im eigenen Lager an Reputation verloren. Dass er nicht seinen früheren Weggefährten Michael Gove unterstützt, ist kein Wunder, war der ihm doch kalt mit einer eigenen Kandidatur in den Rücken gefallen. Leadsom gehört nun zu den fünf Frauen und Männern, die die Scherben einer rabiaten »Leave«- und Lügen-Kampagne wegräumen müssen, an der sie ebenfalls maßgeblich beteiligt war. Die konservative Partei in Großbritannien ist wie das ganze Land gespalten und streitet wie die oppositionelle Konkurrenz von Labour erbittert um Posten und Perspektiven. Manchmal verkörpert sich der Riss sogar in einer Person: Die bisherige Innenministerin Theresa May etwa, die als aussichtsreichste Kandidatin bei den Tories gehandelt wird, hatte sich vor dem Referendum noch für den Verbleib in der EU ausgesprochen. Nun aber will sie den Brexit durchsetzen. Nur wie man die so heftig geschmähte Union eigentlich tatsächlich und ganz praktisch verlassen will, darüber hat sich im realen »House of Cards« offensichtlich niemand einen Kopf gemacht.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln