Bislang gibt es nur Verlierer

Von den EM-Investitionen sollte vor allem der französische Fußball profitieren

  • Von Alexander Ludewig, Nizza
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

In drei Tagen endet die EM, von der sich Frankreichs Fußball vor allem wegen der neuen Stadien viel versprochen hat. Die Realität sieht anders aus: Ob Investoren, Städte oder Vereine - glücklich ist niemand.

Die Europameisterschaft ist nach den Olympischen Spielen und der Fußball-Weltmeisterschaft das drittgrößte Sportereignis der Welt. Nach der bei diesem Turnier erstmaligen Erweiterung von 16 auf 24 Nationen gilt das umso mehr. Für die damaligen Konkurrenten Frankreichs um die Ausrichtung der EM 2016, Wales und Schottland, waren das neue Format und die Bedingungen des europäischen Fußballverbandes UEFA zu teuer. »Im derzeitigen ökonomischen und finanziellen Klima ist das unbezahlbar«, sagte Wales damaliger stellvertretender Regierungschef Ieuan Wyn Jones im März 2009.

Frankreich wollte das Turnier unbedingt und hielt die Bewerbung aufrecht. Warum? Jacques Lambert, wie schon bei der WM 1998 Präsident des nationalen Organisationskomitees, kennt die Gründe. »Wir haben uns nach dem verlorenen WM-Finale 2006 die Frage gestellt: Welche Perspektive können wir der Generation nach Zinédine Zidane bieten? Die Antwort war, sich um die Ausricht...


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