Kielce: Der verschwiegene Pogrom an polnischen Juden

Von den Schwierigkeiten ehrlichen Gedenkens in Polen

  • Von Daniela Fuchs
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Polens Präsident Andrzej Duda hatte sich kurzfristig entschieden, nach Kielce zu reisen, um der Opfer eines beispiellosen Verbrechens im Nachkriegspolen zu gedenken. Zwar verurteilte er Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, sah aber nur den vormaligen kommunistischen Staat in der Verantwortung für das grausige Geschehen vor sieben Jahrzehnten. Für viele Zuhörer ging die präsidiale Rede des aus dem Kaczyński-Lager stammenden Duda nicht weit genug. Bogdan Białek, Journalist und engagierter Streiter für christlich-jüdische Verständigung, fürchtet, dass auch in der heutigen Zeit solch ein Verbrechen möglich wäre.

Damals, am 1. Juli 1946, war der achtjährige Henryk Błaszczyk verschwunden, der mit seiner Familie erst wenige Wochen in Kielce wohnte. Ihn hatte das Heimweh nach seinem alten Dorf gepackt. Nach drei Tagen kehrte der Ausreißer wohlbehalten zurück. Inzwischen hatte ein Gerücht, angeheizt von Henryks Vater, der da...

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