Künftig heißt er Tehnoetic

Auch Rumänien hat eine Freie-Software-Bewegung, einen kompromisslosen Zweig der sogenannten Linux-Szene. Ein Besuch bei ihrem Anführer

  • Von Ralf Hutter
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Die Stiftung Ceata teilt ihr Bukarester Hauptquartier unter anderem mit einem großen Kopiergerät. Wenn das loslegt, ist ein Gespräch nur schwer möglich. Zum Glück verstummt es, als der Ceata-Vorsitzende aus dem ersten Stock wieder herunterkommt. In den Händen hält er zwei Halbliterkrüge mit Wasser - im Erdgeschoss gebe es keins, sodass er sich immer eine große Portion zum Arbeiten herunterhole, erklärt Tiberiu Turbureanu.

Wir setzen uns an einen der von Kartons mit Kopierpapier umgebenen Tische - einen festen Arbeitsplatz hat Turbureanu nicht. Ceata ist klein, eine Ansammlung von ein paar Enthusiasten, die froh sein können, dass ihnen eine befreundete Organisation ein bisschen Büroraum überlässt. Der größte Enthusiast ist wohl der Gründer selbst. Das zeigt er schon, als er sich vorstellt: »Mein Spitzname und zukünftiger Name ist Tiberiu Tehnoetic.« Tehnoetic ist die Firma, die der heute 28-Jährige 2014 gegründet hat, ein Onlinehan...

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