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Bildungslexikon

Harvard University. Die Hochschule mit Sitz in Cambridge/Massachusetts in den USA belegte laut QS World University Ranking 2015/16 Platz zwei. Die Geschichte der Universität reicht zurück in die Zeit der ersten Kolonisten. Der Ort Cambridge, gelegen in der 1630 gegründeten Kolonie Massachusetts Bay, wuchs schnell, so dass 1636 auf Beschluss des Massachusetts General Courts ein College gebaut wurde. Man bewilligte 400 Pfund, der Rest wurde über Spenden eingeholt. Unter den Spendern zeigte sich der puritanische Geistliche John Harvard als der großzügigste. Mit seinem Tod 1638 erbte das College seine Bibliothek und die Hälfte des Vermögens.

Die zweite große Spende kam 1661 mit dem Erbe der englischen Kauffrau Lady Mowlson Radcliffe. Diese Spende diente der Einrichtung des ersten Stipendienfonds für bedürftige Studierende in Nordamerika. Lady Mowlson zu Ehren wurde 1879 als Erweiterung von Harvard das Radcliffe College für weibliche Studierende gebaut. In dieser Zeit legte Harvard seine bis dato streng religiöse Ausrichtung ab und erhielt den Status einer Universität. Die Zahl der Einschreibungen stieg auf 3000 pro Jahr, die klassischen Fakultäten wurden umgebaut und das Studienangebot erweitert.

Zwischen 1909 und 1933 wurde die College-Ausbildung neu formiert. Der Lehrplan wurde reformiert und Studienanfänger residierten fortan im ersten Jahr in eigenen Gebäuden nahe der Universität. Noch heute wird so verfahren. In den 1930er Jahren entstand dann mit dem »General Education Program« ein System zur Einwerbung von Geldern, das vergleichbar mit dem ist, was heute in Deutschland unter Drittmittelfinanzierung verstanden wird. tgn

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