Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Der Dax kann nicht sterben

Verräterische Sprache

  • Von Stephan Fischer
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Der Dax steht auf keiner roten Liste der bedrohten Arten. Trotzdem gelten ihm mehr Sorgen als jeder bald von der Erdoberfläche verschwindenden Spezies, sobald sich auch nur in Ansätzen etwas Rotes in ihm sehen lässt - und die Erleichterung scheint riesengroß, sobald wieder alles im grünen Bereich ist. »Dax erholt sich langsam«, heißt es dann in Meldungen - als handele es sich um ein vertrautes Familienmitglied, das wochenlang darniederlag und nun den Weg der Genesung antritt. Mit den besten Wünschen und einem geseufzten »Ist ja noch mal gut gegangen!«

Was ist da eigentlich gut gegangen? Und für wen? Die Medizin - das sind steigende Kurse. Steigende Löhne und Gehälter wiederum sind aber Gift für diese. Dem finanziellen Aderlass Vieler soll also die Empathie ebenjener Vielen gelten - schließlich erholt sich der Dax ja. Der leider nicht empathiefähig ist.

Dabei hätten diese Vielen jede Empathie, die der Neoliberalismus im Spätkapitalismus g...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.