Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Rechter Intrigantenstadl

Robert D. Meyer über den Umgang der AfD mit Antisemitismus

  • Von Robert D. Meyer
  • Lesedauer: 1 Min.

Ginge es im parteiinternen Streit bei der AfD nicht um solch ein widerliches Thema wie Antisemitismus, die Partei könnte für jede Aufführung ihres Intrigantenstadls Eintrittskarten verkaufen. Doch da es um eine politische Kraft geht, die droht, sich immer mehr in den Parlamenten festzusetzen, bleibt einem das Gelächter im Halse stecken. Es sei kurz daran erinnert, warum die Causa Wolfgang Gedeon solch ein Skandal ist: Da sitzt einer mit AfD-Parteibuch im Parlament, der Holocaust-Leugner »Dissidenten« nennt und das Denkmal für die ermordeten Juden Europas als eine Erinnerung an »gewisse Schandtaten«.

Doch die Partei bekommt es seit Wochen nicht hin, solche Äußerungen einstimmig als antisemitisch zu brandmarken. Auch wenn gegen Gedeon inzwischen ein Ausschlussverfahren läuft, müsste die Partei auch Konsequenzen für jene zehn Abgeordneten ziehen, die sich gegen den Rauswurf ihres Kollegen stemmten, was letztlich die Spaltung der Stuttgarter Fraktion bedeutete. Besonders schmierig wird die Angelegenheit, weil die Parteichefs Frauke Petry und Jörg Meuthen zwar unisono betonen, Antisemitismus habe in der AfD keinen Platz, aber in der Sache aus strategischen Gründen permanent gegeneinander arbeiten. Der Parteispitze geht es nicht um Haltung. Dafür fehlt ihr das Rückgrat. Es geht allein um Macht.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln