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Geheimpapiere zu 9/11 veröffentlicht

Kein Beweis für Verbindung der Attentäter zu Riad

Washington. Die US-Behörden haben nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 keine Beweise für eine Verbindung der Attentäter zur saudi-arabischen Regierung gefunden. Das geht aus Dokumenten eines Untersuchungsausschusses von 2002 hervor, die erst am Freitag veröffentlicht wurden. Laut den Papieren hatten die US-Geheimdienste damals Anhaltspunkte für den Verdacht, konnten eine Verbindung zur Regierung in Riad jedoch »nicht definitiv nachweisen«.

Auf Anordnung der damaligen Regierung von Präsident George W. Bush waren die Dokumente geheim gehalten worden. Erst Präsident Barack Obama entschied sich zur Veröffentlichung. Die war wegen der Auswirkungen auf das stark abgekühlte Verhältnis zu Riad mit Spannung erwartet worden. Die saudi-arabische Regierung begrüßte die Veröffentlichung. Durch die Dokumente werde bestätigt, dass weder die saudi-arabische Regierung »noch irgendwelche Personen, die im Auftrag der saudi-arabischen Regierung handelten«, die Anschläge unterstützt hätten, hieß es in der Erklärung des Botschafters Abdullah al-Saud. 15 der 19 Luftpiraten stammten aus Saudi-Arabien. Riad wies den Unterstützungsvorwurf stets zurück.

In den jetzt veröffentlichten Papieren heißt es allerdings, einige der Hijacker hätten während ihres Aufenthalts in den Vereinigten Staaten Hilfe erhalten von »Individuen, die womöglich in Verbindung zur saudi-arabischen Regierung standen«. AFP/nd

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