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Erdogan putscht zurück

Türkischer Präsident benutzt gescheiterten Umsturzversuch zum Ausbau seiner Macht

Berlin. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan nutzt die Gunst der Stunde. Nachdem der am Freitagabend von Militärkreisen gestartete Putsch am Samstag niedergeschlagen war, setzte Erdogan postwendend zum Gegenschlag an: Mehr als 6000 Menschen wurden verhaftet, darunter zahlreiche Militärs und sogar zwei Verfassungsrichter, fast jeder fünfte Richter in der Türkei wurde entlassen. Gegen Anhänger seines Erzfeindes, des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen, kündigte Erdogan ein gnadenloses Vorgehen an. »Liebe Brüder, ist das genug?«, sagte er vor jubelnden Anhängern im Istanbuler Bezirk Fatih mit Blick auf die Verhaftungen. »In allen Behörden des Staates wird der Säuberungsprozess von diesen Viren fortgesetzt. Denn dieser Körper, meine Brüder, hat Metastasen produziert. Leider haben sie wie ein Krebsvirus den ganzen Staat befallen.«

Am späten Freitagabend hatten Teile des türkischen Militärs geputscht und erklärt, die M...


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