Immer noch auf Umwegen

Notizen aus Venedig

  • Von Gunnar Decker
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Hippolyte Taine reist am 20. April 1864 mit der Eisenbahn nach Venedig - und fühlt sich in dieser Landschaft ohne Pflanzen und Bäume seltsamerweise an Oxford erinnert, er »vergisst alles, sein Handwerk, seine Pläne, sich selber«, und fügt hinzu: »Man fasst den Plan, sich hier niederzulassen.« Und er schreibt auch, warum: Einmalig sei hier zwar nichts, alles gebe es auch schon anderswo, denn Venedig sei ein großer Kopist und selbst nicht sonderlich originell. Hier schöpft man nicht, man schöpft - als große imperiale Kaufmannsstadt, die global auf Einkaufstour geht - immer nur nach. Jedoch welch absonderliche Vermischung findet dabei statt!

Auch der deutsche Kunsthistoriker Karl Scheffler, der vor dem ersten Weltkrieg nach Venedig kommt, erkennt die große Verführerin. »Venedig verführt zur Lüge wie kaum eine andere Stadt. Seit ich denken kann, ist dieser Ort mir als ein Wunder, als ein ›Märchen‹ geschildert worden, mit brennender Farbeng...

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