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Zaren wieder auf dem Sockel

Denkmalsstreit in Russland - nicht jeder will die Majestäten zurück

  • Von Irina Wolkowa, Moskau
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Lenin und Stalin stießen Zarenstandbilder vom Sockel und schmolzen sie ein, Jelzin ließ Skulpturen roter Zaren in einer Art Disneyland entsorgen. Putin hievt die Majestäten zurück auf Plätze und Straßen.

Kaum hatte 1917 in Russland die Oktoberrevolution gesiegt, holten Lenin und später Stalin zum Rundumschlag gegen gekrönte Häupter aus. Zaren und Zarinnen wurden vom Sockel gehievt, die Bronzestatuen eingeschmolzen. Metall war ein kostbares Gut in Zeiten von Bürger- und Interventionskriegen. Verschont blieb einzig ein steinernes Abbild von Reformzar Peter I. im einst von ihm gegründeten St. Petersburg.

Als die Sowjetunion 1991 den Geist aufgab, blies Russlands erster Präsident Boris Jelzin zur Attacke gegen Denkmäler aus der kommunistischen Ära. Stalin-Monumente hatte schon Nikita Chruschtschow im Wortsinn auf die Müllkippe der Geschichte befördert, Lenin, Marx und Co. folgten ihnen nach. Anders Wladimir Putin. Um historische Kontinuität bemüht, verfolgt er mit Wohlwollen, wie die staatsnahe militärhistorische Gesellschaft, deren Vorsitzender der für Rüstung zuständige Vizepremier Dmitri Rogosin ist, den Bildersturm rückgängig mach...


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