Der raue Wind der kapitalistischen Realität

François Hollande beruft sich auf das Erbe von Léon Blum und François Mitterrand. Doch Frankreichs Linksregierungen haben stets die Hoffnungen enttäuscht

  • Von Ralf Klingsieck, Paris
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Im Sommer vor 80 Jahren kam in Frankreich mit der »Front populaire« (Volksfront) als Regierungskoalition und dem Sozialisten Léon Blum als Premierminister erstmals eine Linksregierung an die Macht. Auf dieses Erbe und das von François Mitterrand beruft sich der gegenwärtige sozialistische Präsident François Hollande gern. Doch gemeinsam ist ihnen vor allem, dass sie die in sie gesetzten Erwartungen ihrer Anhänger schon nach mehr oder weniger kurzer Zeit enttäuschten: Unter dem rauen Wind der kapitalistischen Realitäten rissen sie das Ruder einer anfänglich linken Politik herum.

Die stärkste Erinnerung der Franzosen an die Volksfront von 1936 ist, dass seinerzeit viele tausend Arbeiter und ihre Familien dank dem Gesetz über zwei Wochen bezahlten Jahresurlaub und dank ermäßigter Bahntickets erstmals in ihrem Leben Ferien am Meer oder in den Bergen verbringen konnten. Die Volksfront führte darüber hinaus anstelle der 48- die 40-Stund...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 1546 Wörter (10877 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.