Vorzeige Start-up abgestürzt

Auf den Tod des Unister-Chefs folgen Insolvenzverfahren und Betrugsermittlungen

  • Von Dieter Janke
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Einst galt die Leipziger Medienholding Unister als Vorzeige-Start-up. Nach dem Tod ihres Gründers Thomas Wagner ist die Existenz gefährdet. Der Hintergrund liest sich wie ein Wirtschaftskrimi.

»Man muss sich abheben« wirbt die Unister Group auf ihrer Webseite, um ihre singuläre Stellung auf dem umkämpften Markt der neuen Medien zu beschreiben. In der Tat gilt die 2002 vom BWL-Studenten Thomas Wagner in einem Studentenwohnheim gegründete Firma als größter Betreiber kommerzieller Websites hierzulande. Bekannt wurde sie vor allem durch vielgenutzte Urlaubsportale wie fluege.de und ab-in-den-urlaub.de. Darüber hinaus tummelt sich die Holding auch in den Bereichen Finanzen, Automobile, Medien und Immobilien und brachte es mit 1200 Mitarbeitern auf einen Jahresumsatz von ca. 500 Millionen Euro – keine marginale Größe für den Wirtschaftsstandort Leipzig. Im ersten Jahrzehnt nach der Firmengründung schienen Wagner, der rund 40 Prozent der Gesellschafteranteile hielt, neue Geschäftsideen ebenso zuzufliegen wie weitere Millionenbeträge auf den Guthabenseiten seiner Bilanzen.

Doch Ende 2012 bekam sein scheinbar makelloses Image er...


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