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Viel Wirkung verspricht man sich künftig von »Schock-Fotos«. Gemeint sind damit jene Bilder, die man neuerdings auch hierzulande auf Zigarettenschachteln findet: schwarze Raucherlungen, farbenprächtige Geschwüre, frische Amputationswunden. Wir warten jetzt allerdings noch auf die »Schock-Fotos«, die demnächst auf den Stimmzetteln neben den Namen der zur Wahl stehenden Politikerinnen und Politiker abgebildet sind. Wer sein Kreuz bei der SPD zu machen gedenkt, dessen Blick fällt dann auf einen zahnlosen, in Lumpen gewickelten Obdachlosen (Warnaufdruck: »Sozialdemokratie kann zu einem langsamen und schmerzhaften Tod führen«). Und neben den Namen der CDU/CSU-Kandidaten böten sich Nahaufnahmen von durch Polizeiknüppel verursachte Kopfwunden oder ein blutverschmiertes Fallbeil an (»CDU-Innenpolitik kann zu Durchblutungsstörungen führen und verursacht Impotenz«). Mal sehen, ob der Abdruck der »Ekelbilder« das Schlimmste verhütet. tbl

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